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Zukunft von Sinzigs Aktivgemeinschaft: Geht es jetzt doch weiter?

Drohende Auflösungsversammlung am 27. April vertagt – noch immer kein neuer Vorstand

Schon länger schwebt das Schreckgespenst der Auflösung über der Aktivgemeinschaft Wir sind Sinzig, weil keine neue Spitze gefunden werden kann. In der vergangenen Versammlung erklärte sich niemand bereit, für den Vorstand zu kandidieren. Jetzt kamen die Mitglieder erneut zusammen. Zwar gibt es immer noch keine neuen Chefs, die drohende Auflösung konnte aber noch einmal abgewendet werden.

Im Vorfeld zur diesjährigen Jahreshauptversammlung war bereits angekündigt worden, sollte sich wieder kein neuer Vorsitzender und Stellvertreter finden, die bestehende Werbegemeinschaft am 27. April aufzulösen. Jedoch wurde dieser Termin im Laufe der Versammlung gecancelt. Denn offenbar gibt es laut Sinzigs Wirtschaftsförderin Maike Gausmann-Vollrath doch infrage kommende Kandidaten, die mit sich ringen, ob sie eine führende Rolle im Vorstand einnehmen sollten. Bürgermeister Andreas Geron hatte in der vergangenen Versammlung einen flammenden Appell an die noch 65 Mitglieder gerichtet, die Werbegemeinschaft nicht sterben zu lassen. „Ich habe die große  Hoffnung, dass sich in den nächsten Tagen etwas bewegt, aber auch im Fall einer Auflösung wird es weitere Gespräche geben“, so Gausmann-Vollrath.

 In der Versammlung hatten sowohl Corinna Seidel als auch Andreas Patrick Noll ihre Bereitschaft signalisiert, imVorstand mitwirken, aber keine Führungsposition übernehmen zu wollen. Mario Wettlaufer fragte: „Warum soll man die Aktivgemeinschaft beerdigen und in drei Wochen zerstören, was drei Jahrzehnte Bestand hatte? Da wird ein Schatten drauf liegen, der schwer wiegt.“

Anonyme Schreiben an Stadt und Kommunalpolitik

Zur Vorgeschichte: Es war eine volle Breitseite, die Friedsam als Vorsitzender der Aktivgemeinschaft während seines Wahlkampfs als Direktkandidat der Freien Wähler für die Landtagswahl 2021 abbekam. In seinem Geschäftsbericht rekapitulierte Friedsam: „Mitten in meinem Wahlkampf tauchten zwei anonyme Schreiben bei Stadt und Kommunalpolitik auf. Inhalt war eine Reihe obskurerAnschuldigungen und Vorwürfe, insbesondere gegen meine Person als Vorsitzender und Inhaber einerWerbeagentur gerichtet. Mit einem dreiseitigen Faktenscheck von einem Sinziger Medien-Werbeagentur Mitgliedsbetrieb wurde die Motivation des überwiegend langjährigen Vorstands vor die Wand gefahren.“

Nach einer persönlich durchgeführten „Kassenprüfung“ seitens des Mitgliedsbetriebs seien massiv Vorwürfe gegen Friedsam verbreitet worden. In der Jahreshauptversammlung am selben Tag wurden das Testat des Steuerbüros infrage gestellt, eine Kassenprüfung gefordert und beschlossen sowie die dieEntlastung des Vorstands und dessen Neuwahl ausgesetzt. Im Nachgang hat der Vorstand entschieden, dass der Verein bis auf Weiteres keine Aktivitäten und Veranstaltungen organisieren werde. Als Folge wurden für 2021 keine Mitgliedsbeiträge erhoben.

Einstimmige Entlastung nach Kassenprüfung

Nach der Kassenprüfung wurde der Vorstand im Dezember 2021 einstimmig entlastet. Friedsam ging in seinen Ausführungen auf die Konsequenzen der Kampagne ein. 17 Mitglieder haben gekündigt. Nicht stattgefunden haben im Jahr 2021 folgende Aktionen (was zum Teil wohl auch der Pandemie geschuldet war): Sinziger Frühlingserwachen, roter Teppich für Geschäfte, Muttertagsaktion, Sprudelndes Sinzig, Weinsommer, Kultursommer und Herbstzauber. Im Vorjahr hatte es noch 22 Aktionen gegeben, etwa Weinsommer, das Sprudelnde Sinzig im Livestream oder die Riesenrad-Disco. Auch verwies Friedsam darauf, dass seit das seit Einführung der Sinzig Gutscheine bereits rund 70.000 Euro an Wertschöpfung in Sinzig verblieben seien. Diese behalten noch bis Ende 2024 ihre Gültigkeit.

Friedsam machte deutlich, dass eine Liquidation der Aktivgemeinschaft Zeit und Geld kosten werde –zumal der bisherige Vorstand diese Aufgabe definitiv nicht mehr übernehmen werde. Er regte an, eine Stadtmarketing-Gesellschaft zu gründen, die, mit einem entsprechenden Budget ausgestattet, Leistungen einkaufen und Aufträge an Dienstleister vergeben könnte, anstatt die Arbeit wenigen Ehrenamtlichen aufzubürden. An diesem Abend wurde der gesamte Vorstand einstimmig entlastet. Angesprochen wurde in der Versammlung auch der Umstand, dass die Aussetzung der Kosten für Sondernutzungsrechte des öffentlichen Raums für Gewerbetreibende  nicht mehr gilt. Hierzu habe er bereits einen Befreiungsantrag bei der Stadt gestellt, so der Vorsitzende Friedsam

Quelle: RZ-Online  vom 07.04.2022 Redaktion  Judith Schumacher