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„Sprudelndes Sinzig“: Barbarossastadt drei Tage in Feierlaune

„Sprudelndes Sinzig“: Barbarossastadt drei Tage in Feierlaune

Sinzig.
Zum 30. Mal ging an diesem zweiten Juniwochenende das große Stadtfest „Sprudelndes Sinzig“ über die Bühne. Das hieß drei Tage lang abfeiern, was das Zeug hielt – mit viel Musik, interessanten Darbietungen und jeder Menge Spaß für alle Generationen.

Die wohl am häufigsten genutzte Internetfunktion auf dem Mobiltelefon vom Vorsitzenden der Aktivgemeinschaft Reiner Friedsam war wohl in den Tagen zuvor die Wetter-App. Doch Petrus meinte es in diesem Jahr gut mit den Feierwilligen. An allen drei Tagen platzte der Kirchplatz aus allen Nähten, die Innenstadt war bestens frequentiert. Als Vorglüher mischte beim freitäglichen Kölsch-Abend der Westumer Steven Alan mit seinen Gassenhauern „Magdalena“, „Glück“, „Spaß am Leben“ und „Ein Herz für Kölle“ das Publikum auf, bevor die Kölsch-Bands Jeckediz, Kuhl un de Gäng sowie die Schäl Pänz die zahlreichen Besucher bis weit nach Mitternacht rockten.

Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen der Integration, da das Bürgerforum sein Fest „Sinzig international“ auf dem Kirchplatz im Rahmen vom „Sprudelnden Sinzig“ feierte. Das bunte Angebot der verschiedenen Kulturen war eine bereichernde Facette des Stadtfestes. Daneben bot die Aktivmeile in der Bachovenstraße allerhand Verkaufs- und Infostände. Gern genutzt wurde der lange Einkaufssamstag von Kunden, hielten die Händler doch wie immer zu diesem Anlass zahlreiche Sonderangebote bereit. Der einzige Wermutstropfen war für sie, dass wegen Pfingsten am Sonntag die Geschäfte zuhatten. „Das ist schon ärgerlich, dass wir ausgerechnet zum Jubiläum wegen der Kirche keine Ausnahmegenehmigung erwirken konnten, aber die Klostergärtnerei in Maria Laach macht zu Pfingsten ihr dickes Geschäft“, meinte Friedsam dazu.

Der Vorsitzende der Aktivgemeinschaft ließ im Zwiegespräch mit Bürgermeister Andreas Geron auf dem Marktplatz die Höhepunkte der vergangenen drei Jahrzehnte vom „Sprudelnden Sinzig“ Revue passieren. Für ihn waren es vor allem die Jahre zwischen 2002 und 2009, in denen ein Hauch der Tour de France durch Sinzig wehte. „Wir hatten das einzige internationale Straßenrennen hier in Rheinland-Pfalz mit Zigtausenden Besuchern und Größen wie André Greipel, Jens Vogt, Björn Glasner und Andi Kappes“, schwärmte Friedsam. Er könnte sich vorstellen, dass es möglicherweise einmal eine Wiederauflage des Rennens durch Sinzig geben könnte.

Für Andreas Geron war es vor allem das Gastspiel von „Hot Chocolate“ auf dem Kirchplatz, was ihm in bleibender Erinnerung ist. „Ich wollte hier mein erstes Auto gewinnen“, steuerte Dominik Graf von Spee zur Historie des Festes bei. Damals wurde ein Exemplar des neuen Beetle-Modells eigens aus Kanada zur Verlosung nach Sinzig eingeflogen. Auch der mittlerweile weltberühmte Jonglage- und Einrad­Künstler Joanne Semi war bereits in der Barbarossastadt als Straßenkünstler unterwegs. Hoch hinaus ging es beim Bungee-Jumping, bei dem sich Mutige aus Kirchturmhöhe ins Leere stürzten.

Eine feste Größe bei jedweden Veranstaltungen in Sinzig ist Vollblut-Musiker Chris Knabe, der mit Heinz-Gerd Gilles auch diesmal wieder auf dem Marktplatz sein Bestes gab. Auf dem Kirchplatz indes hatte das Bürgerforum am Samstagabend die Bühne geräumt und Platz für die zwei Livebands Rio 5 und Bounce gemacht. Somit war der zweite lange Sommerabend bei besten Wetterbedingungen und klasse Covermusik in trockenen Tüchern. Sehr gern wurde auch der kostenlose Busshuttle­Service der Rhein-Meile aktiv genutzt, der noch bis um Mitternacht zwischen Remagen, Sinzig und Bad Breisig pendelte. Das galt auch für die große SWR3-Party am Sonntagabend. Bei freiem Eintritt nutzte das Publikum quer durch die
Generationen zu den besten Hits den Kirchplatz als einzige große Tanzfläche. Hochzufrieden können die Veranstalter über den Verlauf des Feiermarathons sein –
auch deshalb, weil es zu keinerlei unerfreulichen Zwischenfällen während der drei Tage kam.

Quelle: Rhein-Zeitung, Judith Schumacher, 10.06.2019