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Sonne satt beim Marktreiben

Sonne satt beim Marktreiben

Sinziger „Frühlingserwachen“ ist Publikumsmagnet

VON CHRISTOPH LÜTTGEN

KREIS AHRWEILER. Pünktlich zu den Frühlingsfesten strahlte die Sonne. Sie verwöhnte die Besucher des Sinziger „Frühlingserwachens“ und der „Altenahrer Ostergrüße“. Es gab Sonne satt.

SINZIG. Der verkaufsoffene Sonntag der Aktivgemeinschaft „Wir sind Sinzig“ und der gleichzeitig stattfindende Kirchplatzflohmarkt lockten die Besucher in die frühlingshaft dekorierte Sinziger Innenstadt. So herrschte etwa ein Riesengedränge auf dem Kirchplatz, wo rund 70 private Anbieter zur Schnäppchenjagd geblasen hatten. Und so wechselten zahlreiche Schätzchen, die zuvor aus den Kellern und Dachböden geborgen wurden, den Besitzer.

Neben den Aktionen und Angeboten der ansässigen Gewerbetreibenden hatten zahlreiche Händler, die Bachovenstraße in einen Krammarkt verwandelt. Solinger Messer, Lederwaren und Textilien waren ebenso vertreten, wie ein bekannter Staubsaugerproduzent oder Martina Wissen vom Sinziger Spiritistenzentrum. Aber auch örtliche Vereine wie der Wassersportverein oder die Magic Majorettes nutzten die Gelegenheit, um sich einem breiteren Publikum zu präsentieren oder die Vereinskassen aufzubessern. Und die Sinziger FWG hatte einen eigenen kleinen Flohmarkt aufgebaut, um mit dem Erlös die Fördervereine der Kindergärten in Sinzig, Bad Bodendorf und Westum zu unterstützen.

Mit einem Kinderkarussell, einem Naschhaus und einer Riesengiraffe als Hüpfburg hatte sich der Brunnenplatz in einen kleinen Jahrmarkt verwandelt. Und im Touristbüro empfing die Seniorenberatung ältere Besucher mit Primel im Topf. Und wer die richtige Anzahl von Ostereiern in einem Glas schätzte, wurde mit einem Sinzig-Puzzle oder einer Flasche Wein mit zwei Barbarossa-Gläschen belohnt. Ein voller Erfolg war nicht zuletzt der Barbarossa-Slam im Rathaus. Initiator und Organisator Michael Nitsche begrüßte ein halbes Dutzend Poeten, die im Ratssaal vor gut 50 Besuchern ihre Texte vortrugen. Nitsche selbst sorgte mit Liedern wie „Es lebt der Eisbär in Sibirien“ oder „Sinzig gestern, morgen, heute“ nicht nur für musikalische Unterhaltung, sondern erinnerte sich in gereimter Form an sein Abitur vor 30 Jahren. Sein Fazit: „Liebe macht das Leben wahr“.

Quelle: Bonner General-Anzeiger, 8. April 2019