Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie hier

Alle akzeptieren Auswahl akzeptieren Details einblenden
Wir kaufen gerne hier ein Aktiv für Sinzig Gewerbe und Touristik e.V. Wein & concert Videoshopping 2020

Sidebar anzeigen

Sinziger Weinsommer: Endlich wieder gemeinsam genießen

Sinziger Weinsommer: Endlich wieder gemeinsam genießen

Sinzig. Es war die elfte Auflage des Sinziger Weinsommers, und die Elf war in diesem Fall Programm. Schließlich steht sie im Rheinland für das Gegenteil von normal. In Corona-Zeiten ist halt nichts wie immer. Aber die Aktivgemeinschaft Sinzig machte das Beste draus und kann die Veranstaltung als Erfolg buchen.

Maximal 350 Gäste waren auf dem mit Flatterband umzäunten Kirchplatz erlaubt, und zum ersten Mal erhoben die Veranstalter einen Eintrittspreis von 5 Euro. Die Veranstaltung war trotzdem ruckzuck ausverkauft. Das Wetter spielte mit, und die Stimmung war prächtig. „Ich war geflasht, wie viele Menschen sich gefreut haben, dass der Weinsommer stattfindet“, sagte der Vorsitzende der Aktivgemeinschaft, Reiner Friedsam, bei der Eröffnung. Die Heimersheimer Weinkönigin Annette Hoffmann brachte es auf den Punkt: „Diesmal ist es zwar unter anderen Bedingungen, aber wir können hier wieder gemeinsam ein Glas Wein genießen.“ Der Erste Beigeordnete Hans-Werner Adams dankte den Organisatoren für den Abend des Sinziger Weinsommers: „Die Aktivgemeinschaft schenkt uns hiermit ein Stück Lebensqualität in schweren Corona-Zeiten.“ Immerhin musste die Aktivgemeinschaft ein 24 Seiten umfassendes Regelwerk umsetzen.

Die Besucher standen geduldig in der Warteschlange. „Wir waren bei allen Weinsommern dabei und freuen uns auf den Abend,“ sagte eine Sinziger Geschäftsfrau, bevor sie mit ihrem Begleiter und den beiden bequemen Gartenstühlen wieder ein Stück näher an den Eingang rücken konnte. Dort musste man sich registrieren, es galt Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände außer am Tisch, Abstand halten – kennt man ja alles längst.

Die Veranstaltung war diesmal eine Nummer kleiner als üblich. Kein Hüttendorf, sondern einige luftige Pagodenzelte, wo verschiedene Winzer und Weinhändler ihre Produkte anboten. Französische und spanische Weine konnte man verkosten, Riesling-Weine aus dem Rheintal, ökologische Weine und natürlich heimische Ahrtal-Produkte vom Weingut Kriechel und den Garagenwinzern.

Zu dieser Gruppe kleiner Weingüter, den sogenannten Ahrtypen, gehört seit kurzem auch Ökowinzerin Natalie Richter. Die Gruppe der Garagenwinzer ist bereits zum vierten Mal beim Weinsommer dabei. Michael Ahrend ist einer von ihnen: „Das ist hier jedenfalls besser als nichts. Der Veranstalter ist super, und hier ist immer ein sehr angenehmes Publikum,“ so seine Erfahrung. Der Sinziger Weinsommer lebt
aber nicht nur vom Wein, sondern versüßt den Sommerabend auch mit Livemusik. Liedermacher Helmar Hoffman macht den Anfang. „Endlich wieder vor Publikum spielen“, freut sich der Musiker. Auch die vier Herren der Band „Ohne Filter“ aus Bonn fühlen sich auf der Bühne offensichtlich wohl. Piano, Gitarre, Bass und ein singender Percussionist, so lieferten die Künstler ungefilterte Musik. Per Livestream konnten Daheimgebliebene Teile des Konzertes im Netz verfolgen.

 

Quelle: Rhein-Zeitung, 19.07.2020