Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

OKweitere Informationen
Wir kaufen gerne hier ein Aktiv für Sinzig Gewerbe und Touristik e.V. Sprudelndes Sinzig Aktiv für Sinzig Gewerbe und Touristik e.V. Wir lassen uns gerne hier verwöhnen Aktiv für Sinzig Gewerbe und Touristik e.V. Sinzig, die erste Fairtrade im Kreis Ahrweiler Sinziger Frühlingserwachen Aktiv für Sinzig Gewerbe und Touristik e.V. Wir genießen gerne hier Aktiv für Sinzig Gewerbe und Touristik e.V. Sinziger Weinsommer Aktiv für Sinzig Gewerbe und Touristik e.V.

Sidebar anzeigen

Sinzig: Bald Gutschein als Geschenketipp

Sinzig: Bald Gutschein als Geschenketipp

Wie kann Sinzig Kaufabflüsse vermeiden und Kaufkraft binden? Mit dieser Frage hat sich die Werbegemeinschaft „Wir sind Sinzig – Gewerbe und Touristik“ intensiv beschäftigt. Denn der Verein möchte neben der Organisation zahlreicher Aktivitäten vor allem eines erreichen: die Barbarossastadt nachhaltig beleben. Das hat der Vorsitzende Rainer Friedsam im Stadtrat deutlich gemacht. Er stellte dem Gremium das Gutscheinsystem vor, das der Verein für Sinzig und seine Stadtteile entwickelt hat. Die Idee ist nicht neu. Bereits zwischen 2005 und 2009 gab es auf Initiative des Stadtmarketings das Barbarossamärkchen. Ein übergreifendes Rabattmarkensystem, das mit mehr als 40 Akzeptanzstellen immerhin eine Million Euro in die Kassen des heimischen Einzelhandels gespült hatte, wie Friedsam berichtete. Der Nachteil dieses Systems: „Es war ein hoher Handlungsaufwand notwendig“, meinte Friedsam rückblickend. Als Beispiel nannte er die Verbuchung oder auch, dass an der Kasse die Marken für die Kunden immer abgezählt werden mussten. „Das war nicht praktikabel im Geschäft“, sagte der Vereinsvorsitzende und erwähnte auch die Kunden, die damals die Sorgen gehabt hätten, ihr Rabattheftchen niemals vollzubekommen.

All das wird es Friedsam zufolge bei dem neu entwickelten Gutscheinsystem nicht geben. „Es ist einfach zu händeln, gut praktikabel und hat eine geringe Einstiegsschwelle“, sagte er. Will heißen: Das System eignet sich ihm zufolge auch für kleine Betriebe wie Kosmetik- oder Wellnesseinrichtungen als Akzeptanzstellen. Als weitere Beispiele wie die Gutscheinkarte eingesetzt werden kann, nannte er einen Restaurantbesuch oder VHS-Konzerte. Konkret sollen die Gutscheine mit Sinziger Motiven gestaltet als Plastikkarten im Wert von 10, 15 und 25 Euro geben. Offen ist derzeit noch, ob auch eine 50-EuroVariante hinzukommt. „Wir haben die Erfahrungen in anderen Kommunen erfragt“, erläuterte Friedsam und ergänzte: „Es gab auch Überlegungen für einen 100-EuroGutschein. Allerdings wurde uns geraten, besser mit kleinen Beträgen zu arbeiten, weil Beschenkte sie vielfältiger einlösen können.“ Attraktiv verpackt, so der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, seien die Gutscheinkarten ein wertiges Geschenk und als komplette Kollektion auch etwas für Sammler. Zusätzlich soll ein Onlineshop mit Expresslieferservice eingerichtet werden.

Als Termin für die Einführung des neuen Systems nannte Friedsam Frühjahr 2019 vor dem Osterfest. Bereits dann soll die Zahl der beteiligten Betriebe bei mehr als 40 liegen. Friedsam hofft aber, dass sich das noch steigern wird. „Je mehr Stellen es gibt, je größer wird die Akzeptanz bei den Kunden und auch den Bürgern sein“, ist er sich sicher. Einziger Wermutstropfen: Die Einführung des neuen Gutscheinsystems kostet natürlich Geld. „Die Initialkosten sind nicht unerheblich“, machte Friedsam im Stadtrat deutlich. Für 2019 geht die Werbegemeinschaft von Gesamtkosten in Höhe von 14 000 Euro aus. Deshalb hätte sie gern, dass sich auch die Stadt beteiligt und einen Antrag auf Zuschuss gestellt. Die Werbegemeinschaft selbst sieht für das Vorhaben in ihrem Budget für das kommende Jahr einen Betrag von 7000 Euro vor.

Alexander Albrecht (FWG) bezeichnete die Kaufkraftbindung als sehr wichtig. Er gab der Werbegemeinschaft mit auf dem Weg zu gewährleisten, dass die Stadtteile nicht auf der Strecke bleiben. Claudia Thelen (Bündnis 90/Die Grünen) wollte wissen, ob Akzeptanzstellen automatisch Mitglied in der Werbegemeinschaft sein müssten. Das verneinte Friedsam. „Wir wollen alle ansprechen“, betonte er. Ob und inwieweit die Stadt die Einführung des neuen Gutscheinsystems unterstützen wird, steht noch nicht fest. Das muss der Stadtrat noch im Rahmen der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr festlegen.

Quelle: Rhein-Zeitung 27.10., Silke Müller